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wiki:warendorf_wadersloh

Wadersloh

Dieses ist die Beschreibung der Gemeinde Wadersloh mit ihren früheren Bauerschaften, den ihnen folgenden Gemeinden und den Kirchengemeinden (Kirchspielen).

Geschichte

Im Jahr 1187 wurde Wadersloh erstmals urkundlich erwähnt. Wadersloh als Kirchspiel mit seinen Bauerschaften ist allerdings wesentlich älter. Man kann wohl davon ausgehen, dass die Wadersloher Bauerschaften und auch der Standort der Kirche in die sächsischfränkische Zeit (9. Jahrhundert) zurückreichen. Das Münsterland war bis weit ins Mittelalter hinein ein großes Waldland mit vielen kleinen Siedlungsinseln. In der Regel waren es einige Höfe, die in Sichtweite zueinander lagen. Der Haupthof gab einer solchen Ansiedlung in der Regel den Namen. Zwischen diesen Hofgruppen und ihren Ackerflächen lag der Wald – dieses Waldland steckt auch hinter der Namensendung -lo oder -loe, die sich auch bei vielen Namen dieses Raumes findet, so auch im Namen Wadersloh.

Die Namen Bozo und Bardo gelten als die Gründer des adeligen Damenstifts und späteren Klosters Liesborn. Es spricht einiges dafür, dass sie gegenüber dem Stromberg einen Haupthof besaßen, der einer Bauerschaft den Namen Bardesloe gab. Dieser Name (durch Lautverschiebung) Wardesloe muss auch bei der Kirchgründung eine Rolle gespielt haben, denn der Kirchort hieß von Anfang (der Schriftlichkeit) an Warsloe (1193), Wadersloe (1217), Wardesloe (1498). Wadersloh dürfte von Anfang an ein Kirchdorf gewesen sein, mit der Kirche als Zentrum, von der aus die Straßen und Kirchwege radialstrahlig in die Bauerschaften liefen. Die Menschen waren Handwerker und Händler, die in der Regel auch selbst eine kleine Landwirtschaft betrieben. Als es im 11. und 12. Jahrhundert langsam wärmer wurde (Klimaoptimum), wurden die Ernten besser und die Bevölkerung nahm erheblich zu; auch die Erfindungen in der Landwirtschaft trugen dazu bei. Städte (wie Lippstadt) wurden gegründet und die Kirchdörfer wuchsen.

So kam es Ende des 12. Jahrhunderts zu einer Neuordnung in der Verwaltung des Bistums Münster. Bischof Hermann II. von Katzenelnbogen ordnete die Kirchspiele neu und unterstellte Wadersloh dem Archidiakonat des Propstes von St.Martini in Münster. In diese Zeit fiel auch die Errichtung einer Steinkirche. Bis 1945 blieb Wadersloh ein von der Landwirtschaft geprägtes Dorf.

1972 gingen das Archiv des damaligen Amtes Wadersloh in das Kreiszentralarchiv Warendorf über. Dort liegt es bis heute.

Am 1. April 1898 wurde die Gemeinde Benteler durch Ausgliederung aus Wadersloh neu gebildet.

Die heutige Gemeinde Wadersloh wurde am 1. Januar 1975 aus den ehemals eigenständigen Gemeinden Wadersloh, Liesborn (ohne den Gemeindeteil Bad Waldliesborn) und Diestedde gebildet. Zuvor hatten diese zum 1975 aufgelösten Amt Wadersloh gehört.

Zur Gemeinde Wadersloh werden folgende Ortsteile gezählt: Liesborn mit den Bauerschaften Göttingen, Hentrup, Osthusen, Suderlage und Winkelhorst, Diestedde mit Altendiestedde, Düllo und Entrup und die Kernstadt Wadersloh mit Ackfeld, Basel, Bornefeld, Geist und Vahlhaus.

Bauerschaften

Karten

Altkreis Beckum

Gemeinde Wadersloh im Kreis Warendorf

Die Ortsteile/Bauerschaften der Stadt Oelde

Wadersloh, siehe: Maps

Dokumente

Gemeindearchiv Wadersloh

Heimatvereine

Heimatverein Wadersloh

Heimatverein Liesborn

Heimatverein Diestedde

Auskünfte oder weitere ausführliche Unterlagen in digitaler Form zu einzelnen Höfen erhalten Sie unter:

                  info@westfalenhoefe.de
wiki/warendorf_wadersloh.txt · Zuletzt geändert: 2019/06/15 18:27 von michael