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wiki:warendorf_drensteinfurt

Drensteinfurt

Dieses ist die Beschreibung der Stadt Drensteinfurt mit ihren früheren Bauerschaften, den ihnen folgenden Gemeinden und den Kirchengemeinden (Kirchspielen).

Geschichte

Der Name Drensteinfurt leitet sich von zwei Begriffen ab, zum einen von Dreingau, was so viel wie fruchtbares Land heißt, und zum anderen von der im Mittelalter vorhandenen steinernen Furt, die der einzige Übergang über die Werse war.

Bronzeskulptur mit Walbraht und dem Heiligen Alexander beim Überqueren der Wersefurt in Drensteinfurt Drensteinfurt wird zum ersten Mal im Jahr 851 im Zusammenhang mit der Alexander Translation urkundlich erwähnt. Walbraht, ein Enkel Widukinds, überführte Gebeine des Märtyrers Alexander von Rom nach Wildeshausen. Auf dieser Reise machte sein Tross halt in „Stenvorde in regione Dreni“. Zur damaligen Zeit bestand Drensteinfurt nur aus einem Oberhof an einer steinernen Furt in der Werse. Diese verkehrsgeographisch günstige Lage führte dazu, dass die Siedlung schnell eine zentralörtliche Bedeutung für die umliegenden Bauernhöfe bekam. Vermutlich bestand die Siedlung jedoch schon im 7. Jahrhundert. Mit der Zeit wuchs die Siedlung immer weiter, und es wurde bald eine Pfarrgemeinde gegründet. Die erste Kirche, damals noch eher eine Privatkirche des Hofes des Grundherren, wurde ca. 1170 errichtet. Damit wurde aus dem recht losen Siedlungsgebilde allmählich ein kleines Dorf. Ab ca. 1300 konnten erste Ansätze einer Verstädterung gesehen werden, da zu diesem Zeitpunkt die ersten festen Gebäude aus Stein errichtet wurden. Eines der ersten Gebäude war neben der Kirche das Haus Steinfurt – das Herrschaftshaus der Grundherren. Ab 1428 wurde erstmals von einem Wigbold gesprochen.

Mit den verstärkt einsetzenden Wüstungen im 15. Jahrhundert wuchs auch Drensteinfurt immer weiter. Bauern und Siedler aus dem Umland siedelten sich in Dorfnähe an. Dies erhöhte zwar auf der einen Seite die Bevölkerungsdichte, führte aber auch dazu, dass viele Bauernhöfe nun für Angreifer sehr konzentriert und in exponierter Lage waren. Aus diesen Gründen wurde eine Stadtbefestigung mit vier Stadttoren errichtet, deren ungefähre Position im heutigen Stadtbild durch Steinmauern wieder kenntlich gemacht wurden. Die Stadttore entstanden 1437 und 1468. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts wurde die Befestigung nochmals verstärkt. Trotz der Kriegswirren im 16. und 17. Jahrhundert blieb die Stadt von größerem Unheil verschont.

Das 16. bis 18. Jahrhundert waren von enormer städtebaulicher Erweiterungen geprägt. Vorangetrieben durch die Grundherren auf Haus Steinfurt wurden z. B. viele Gaden errichtet. Die meisten Baudenkmäler und Sehenswürdigkeiten der Stadt stammen aus dieser Zeit.

Im Zweiten Weltkrieg war Drensteinfurt von Bombenangriffen betroffen. Ein Bombenangriff vernichtete neben den Wohngebäuden auch das Amtsgebäude in Drensteinfurt und damit jegliche Aktenüberlieferung von vor 1944. Seit 2002 liegt das Archiv der Stadt Drensteinfurt im Kreiszentralarchiv Warendorf. Damit gelangte das Archiv der Stadt vergleichsweise spät in das zentrale Archiv in Warendorf.

Am 1. Juli 1969 wurden die Gemeinden Kirchspiel Drensteinfurt und Walstedde in die Stadt integriert.[15] Am 1. Januar 1975 folgte Rinkerode.[16] Für den Fall des Baus des geplanten Flughafens wären Drensteinfurt, Albersloh, Rinkerode und Sendenhorst zu einer größeren Stadt Drensteinfurt zusammengeschlossen worden.

Ortsteile: Drensteinfurt Walstedde Rinkerode Mersch liegt etwa drei Kilometer von Drensteinfurt an der Bahnlinie Münster–Hamm. Bemerkenswert ist in diesem Stadtteil das Wasserschloss Haus Venne. Ameke liegt im Süden von Drensteinfurt zwischen Mersch und Walstedde und hat als Sehenswürdigkeit die kleine Kapelle St. Georg.

Bauerschaften

Karten

Altkreis Beckum

Stadt Drensteinfurt im Kreis Warendorf

Die Ortsteile der Stadt Drensteinfurt

Drensteinfurt, siehe: Maps

Dokumente

Stadtarchiv Drensteinfurt

Heimatvereine

Heimatverein Drensteinfurt

Auskünfte oder weitere ausführliche Unterlagen in digitaler Form zu einzelnen Höfen erhalten Sie unter:

                  info@westfalenhoefe.de
wiki/warendorf_drensteinfurt.txt · Zuletzt geändert: 2019/06/15 18:33 von michael